Jahrbuch „Heidelberg“ 2026 erschienen

Heidelberg – Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, Jahrgang 30, 2026, die wissenschaftliche Zeitschrift des Heidelberger Geschichtsvereins e.V., wurde am 25. November in einer Veranstaltung in der Stadtbücherei der Öffentlichkeit vorgestellt und ist seitdem in den Buchhandlungen zu erhalten.
Unter den vielfältigen Themen sind diesmal wieder zwei Beiträge zu Ziegelhausen dabei und einer über den Centwald:
- Klaus Fanz, Reinhard Hoppe – Lehrer und Heimatforscher in Ziegelhausen (10 Seiten)
– Seine ambivalente Vergangenheit führte in diesem Jahr zur Aberkennung der nach ihm benannten Straße - Klaus Fanz, Ziegelhausen wurde Heidelberg – Rückblick auf die Jahre der Eingemeindung (11 Seiten)
– Klaus Fanz erinnert an den erbitterten Widerstand gegen die Eingemeindung … – ein Stück Lokalpolitik, das bis heute nachwirkt. (aus dem Vorwort)
Ich selbst kann über meine Forschungen zu den ältesten Flurnamen berichten:
- Tobias Städtler, Darmuth, Aberines und weitere alte Bergnamen (14 Seiten)
Schon lange hat mich interessiert, wo der alte Name des Weißen Steins, Darmuth herkommt, ob er vielleicht keltischen Ursprungs sein kann. Ebenso spannend fand ich die Frage, ob der älteste überlieferte Name des Heiligenbergs, Aberines(berg), auf die keltische Bevölkerung zurückgehen kann oder jünger ist. Da ich darüber nichts brauchbares finden konnte dachte ich mir, was ich gern lesen würde und nicht vorhanden ist, muss ich selber schreiben. Wohin überall mich meine Recherchen in Gedanken führen würden, konnte ich nicht ahnen, auch nicht dass ich im Laufe der Arbeit daran weiter kommen konnte, als ich gedacht habe. Zu welchen Ergebnissen ich gekommen bin, lässt der Text der Buchbeschreibung erahnen:
„Noch älter sind die Berg- und Flurnamen des Heidelberger Raums, deren keltisch-vorrömische Wurzeln als Teil lebendiger Landschaftsidentität entschlüsselt werden.“
Im Vorwort heißt es: „… ein Beispiel dafür, wie uralte Landschaftsbezeichnungen bis heute fortleben und Teil unserer Identität geblieben sind. Sprachwissenschaft, Topographie und Archäologie verbinden sich hier zu einer Spurensuche in der Landschaft Heidelbergs.“
Daten zum Buch:
312 Seiten
2025
Kurpfälzischer Verlag
978-3-910886-14-8 (ISBN)
22,00 €
Neue Schriften über Ziegelhausen, Peterstal und Schlierbach
- Robert Keuchenius, Deliciae Palatinae – Köstlichkeiten der Kurpfalz, Band I Edition, Band II Kommentar, Herausgegeben von J. Büge, P. Mathes, W. Schouwink, H. Wiegand, Heidelberg 2024 – mit einem Gedicht zum Fürstenbrunnen – UB: 2024 A 9371 (Freih Altst)
Der Niederländer Robertus Keuchenius (1636–1673) war Jurist, Philologe und neulateinischer Dichter. In der vorliegenden Ausgabe werden die Gedichte erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ediert, übersetzt und kommentiert.
- Unser Land 2025, Heimatkalender für Neckartal, Odenwald, Bauland und Kraichgau, 2025, darin folgende drei Beiträge:
- Erich Lehn, Quellen in Ziegelhausen und Peterstal, in: Unser Land 2025, S. 60-62
- Arno Ehrhard, Hoher Besuch in Ziegelhausen, Auszüge aus dem Tagebuch von Kurfürst Friedrich IV. (1596-1599), in: Unser Land 2025. S. 55-59
- Erich J. Lehn, Die große Mehrheit war dagegen, Eingemeindung von Ziegelhausen nach Heidelberg 1.1.1975, in: Unser Land 2025, S. 245-248
Bereits in Unser Land 2024 erschien:
- Erich J. Lehn, Der Ingenieursweg, Eine bautechnische Meisterleistung im Neckartal, 129f (Schlierbach)
und in Unser Land 2023:
- Erich J. Lehn, Schnee war gestern, Freud und Leid zur Winterszeit im vorigen Jahrhundert, 275-277, abrufbar auf Neckarundsteinbach
- Arno Ehrhard, Der Bau der Neckarbrücke in Ziegelhausen, 218-221, abrufbar auf Neckarundsteinbach
